Oekoandina

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 Kontakt: B. Holzer, H. Kleine-Hering, W. Herget

Solare Mobilität im Andenhochland von Argentinien
(Kurzinfo     -     Langfassung)


Im Laufe von 15 Jahren hat die Fundación EcoAndina das Konzept des "Solaren Andendorfes" im argentinischen ParabolkocherHochland (Puna) entwickelt und umgesetzt, bei dem Solarenergie eine Schlüsselrolle spielt. (vgl. www.oekoandina.de). Die Aktivitäten von EcoAndina haben einen Einfluss auf die generelle Energiepolitik: Jujuy war die erste argentinische Provinz bei der Umsetzung eines Solarenergieprogramms (Kochherde, Warmwasserbereitung und Beheizung von Räumen in ländlichen Grundschulen). Aktuell ist Jujuy auch die erste Provinz, die ein Solarpumpspeicherkraftwerk in der Puna (Andenhochland) plant. EcoAndina ist dabei als Berater beteiligt.

Auf der Basis erfolgreich realisierter Projekte und Aktivitäten will EcoAndina nun sein bisheriges Solarkonzept um solare Mobilität erweitern.

Argentinien hat ein hohes Potenzial an Wind- und Sonnenenergie, aber das Thema erneuerbare Energien und E-Mobilität ist nicht weit verbreitet. EcoAndina ist eine der ersten Organisationen, die Mobilitätskonzepte und erneuerbare Energiekonzepte zusammenbringen. Im Projekt wird EcoAndina im kleinen Maßstab und in praktischen Fällen zeigen, dass Elektromobilität auf der Basis von Sonnenenergie möglich ist.

Es wird eine Reihe von technischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Parametern getestet, die für eine mögliche Umstellung auf nicht fossile Mobilität infrage kommen: Zum einen in der Einführung von neuen und unbekannten Mobilitätstechnologien (Elektrofahrzeuge und Solartankstellen), ihre praktische Anwendung in einer ländlichen Umgebung und im Stadtgebiet sowie ihre Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten. Zum zweiten geht es darum, das Bewusstsein für die Einführung von innovativen und ökologischen Mobilitätskonzepten bei Entscheidungsträgern und Meinungsbildnern zu stärken.

Im Projekt sind zwei Operationszentren geplant: Das eine (ländlich gelegene) Zentrum ist die Ökostation EcohuasiEingangsbereich des Ökozentrums im Dorf Misa Rumi auf etwa 3.700 Metern gelegen. Dort hat EcoAndina einen Technologiepark eingerichtet, in dem alle Solargeräte und Technologien u.v.m., die von EcoAndina in der Puna gefördert werden, zu sehen sind. Das zweite (städtische) Operationszentrum ist das Produktions- und Fortbildungszentrum für erneuerbare Energien (CEDIERA) in San Salvador de Jujuy. In CEDIERAs Werkstatt, ausgestattet mit Metallbearbeitungsmaschinen, werden Solarkollektoren und andere Solaranlagen produziert und ausgestellt. In beiden Zentren (mit Solarladestationen) sollen E-Bikes getestet, Workshops für Multiplikatoren durchgeführt und Verbraucher und Anbieter (v.a. Fahrradläden) zusammengebracht werden.

EcoAndina arbeitet in diesem Projekt eng mit der Partnerorganisation OekoAndina e.V. in Deutschland zusammen. Das Projekt wird gefördert durch Mittel von WISIONS, durch AGENDA21 in Gelsenkirchen, private Unternehmen und private Spender. Das Projekt hat eine Laufzeit von 18 Monaten und begann im Juli 2014.

Weitere Informationen

In Argentinien: Barbara Holzer (ecoan(at)imagine.com.ar) http://www.ecoandina.org/proyectos/proyectos-rurales/movilidad-electrica-solar

In Deutschland: OekoAndina WISIONS  AGENDA21 in Gelsenkirchen (AGENDA21 in Gelsenkirchen)