Oekoandina

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Kontakt: W. Herget

Verbesserung der Lebensbedingungen in der Puna
MeCoViPu -
Mejorar las Condiciones de Vida en la Puna
CenamPu - Centro ambiental de la Puna


traditionelles Brotbacken mit Brennholz In der Puna, dem argentinischen Teil des andinen Hochlands (altiplano), sind die Klimabedingungen extrem.

Die Luftfeuchtigkeit ist dort nur noch sehr gering, im Mittel ca. 15%. Durch diese starke Trockenheit resultieren extreme Temperaturschwankungen. Die Nächte sind kalt. In den Wintermonaten Juni und Juli wird es nachts bis zu -15 C° kalt. Am Tag dagegen erreichen die Temperaturen 15-20 C°. Die Tagesdurchschnittstemperatur ist 5 C°. Es regnet selten, normalerweise nur in der Sommerzeit, ca. 100 bis 300 mm im Jahr. Daher sind die Bäche die meiste Zeit des Jahres ausgetrocknet. Die Böden sind sandig und steinig, mit einem hohen Salzgehalt und arm an organischem Material. Die Landschaft ist geprägt durch eine niedrigwachsende Strauchsteppe (20 bis 100 cm Höhe), einzelnstehende Büsche und Gras.

Die extreme Trockenheit, die Höhe und der klare Himmel tragen dazu bei, dass die Sonneneinstrahlung so hoch ist, wie man sie nur an wenigen Orten der Welt antrifft. Von den 1370 W/m2 Strahlungsfluß im Weltraum (Solarkonstante) treffen 1200 W/m2 auf die Erde, der Energieverlust in der Atmosphäre ist minimal. Die Tagessumme der Strahlungsenergie ist 6-7 kWh/m2, selbst im Winter.

Es liegt daher nahe, durch Solarenergienutzung die Lebensbedingungen der Bewohner zu verbessern und die durch Brennstoffentnahme und Viehzucht überforderte Vegetation zu entlasten. Solar betriebene Wasserpumpen ermöglichen darüber hinaus auch eine Entwicklung des Ackerbaus auf aufgegebenen oder neu erschlossenen Flächen - siehe.

Backofen aussenZiel des Vorhabens ist, im Bereich des Altiplano, Solartechnologien zum Kochen, Heizen, zur Warmwasserbereitung und Bewässerung im Rahmen eines integralen Konzeptes zu verbreiten und diese Neuerungen durch Schulung von Multiplikatoren der einheimischen Bevölkerung zugänglich zu machen.

Bei diesem Vorhaben werden wir dankenswerterweise durch das BMZ im Rahmen eines Bengoprojekts gefördert. Wir danken darüber hinaus der Thies Solar Power AG und der Genossenschaft Fairpla.net für die bisher geleistete finanzielle Unterstützung.

Durch die lokale Fertigung der installierten Anlagen als Teil des Gesamtkonzepts wird die Verbreitung dieser Techniken und damit die nachhaltige Nutzung der Resourcen gefördert.
Damit erreichen wir eine
Backofen innen

  • Verbesserung der Lern- und Entwicklungsbedingungen von Vorschulkindern durch Beheizung von Kindergärten und Schulen
  • Verbesserung der sanitären Verhältnisse durch Einrichtung solarer
    Warmwasserversorgung und durch den Bau von öffentlichen Bädern
  • Arbeitserleichterung und Zeitersparnis durch Solarkocher und Schutz der
    natürlichen Ressourcen durch damit verbundene Brennholzeinsparung
  • Verbesserung des Nahrungsmittelangebotes durch Reaktivierung ehemaliger Anbauterrassen und Neu-in-Kultur-nehmen von bisher unerschlossenen Flächen mit Hilfe von
    Tröpfchenbewässerung und Transport des Wassers mittels Solarpumpen

Diesem Langzeitziel hoffen wir von mehreren Seiten näher zu kommen, durch

- Nutzung von Sonnenenergie für die persönliche Hygiene und Gesundheit durch
  Heizungs- und Warmwasserkollektoren,

- Bereitstellung von sauberem Trinkwasser durch Einsatz von leicht beherrschbarer
  Technologie,

- Nutzung von Sonnenenergie für die Bewässerung mit sparsamer Tröpfchentechnik,

- Nutzung von Sonnenenergie für Kochen, Backen und Warmhaltung der Speisen durch
  Sonnenkollektoren sowohl für Familien als auch für Gemeinschaftsküchen,

- Weiterbildung einheimischer Fachkräfte und Heranbildung eines Pools von Multiplikatoren und Schulung
  des örtlichen Personals in Konstruktion, Handhabung und  Wartung der neuen Techniken.